Synchronkupplungen

Aufbauformen und Typenreihen

Die von uns entwickelten Stirn- und Zentraldrehkupplungen werden je nach Verwendungszweck, Raumverhältnissen und gewünschter Leistung aus folgenden Werkstoffen hergestellt und angeboten.

» Keramische Werkstoffe, Hartferrit (HF): HF 8/22, HF 24/20
» Metallische Werkstoffe (AlNiCo): AlNiCo 18/10, AlNiCo 36/14, AlNiCo 40/5
» Selten Erd-Werkstoffe: SmCo, NdFeB

In der Praxis haben sich diese Bauelemente für zahlreiche Anwendungsfälle bewährt. Sie gestatten, bei relativ kleinen Magnetabmessungen große Drehmomente in abgeschlossene Räume ohne Verwendung von Dichtungen und Stopfbuchsen durch Trennwände hindurch zu übertragen. Von besonderem Vorteil ist dabei die Tatsache, daß bei richtiger konstruktiver Anordnung alle Kupplungen über Luftspalt reibungs- und damit verschleißfrei arbeiten.

Bei der Auswahl der Kupplungstypen beachten Sie bitte, daß beim Anlauf von Drehbewegungen und gegebenenfalls durch ruckartige Belastungen höhere Drehmomente auftreten können, als sie z.B. aus Nennleistung und Drehzahl eines Motors zu errechnen sind. Soll die Kupplung nicht nur als reine Überlastkupplung laufen, so müssen eventuelle zusätzliche Anlaufmomente mit berücksichtigt werden. Es ist zweckmäßig, den Antrieb langsam hochzufahren oder die Kupplungsgröße so zu wählen, daß das Kupplungsmoment stets größer ist als das maximale Moment des Antriebes. Falls die Kupplung abreißt, treten keine magnetischen Änderungen auf. Zur Synchronisation ist es aber erforderlich, beide Kupplungsteile stillzusetzen und erneut hochzufahren.


Hinweise für die Anwendung und den Einbau von Stirndrehkupplungen


Die Anwendungsmöglichkeiten sind ähnlich wie bei den nachstehend beschriebenen Zentraldrehkupplungen, wobei die Trennwände plan und eben sein können. Es ist zu beachten, daß die relativ hohe Axialkraft durch geeignete Lager aufgenommen werden muß. Wenn lose magnetisierte Magnetringe zum Selbstbau von Stirndrehkupplungen von uns bezogen werden, so ist im Interesse der Erhaltung der magnetischen Werte darauf zu achten, daß die von uns beim Verpacken eingehaltene Distanz zwischen den Ringen nicht verringert wird und die Magnete nicht gegeneinander verdreht werden, bevor sie mit dem Rückschlußgehäuse versehen werden. Bei Lieferung von losen Ringen empfiehlt es sich, die fertige Kupplung zu magnetisieren. Nach dem Einbau in die Eisenfassungen ist ein Abfall der angegebenen Drehmomente selbst beim unmittelbaren Anliegen bzw. Gegeneinanderverdrehen der Magnete nur noch in geringem Ausmaß (5 bis 10%) zu befürchten.

Unsere Hinweise sind allgemeine werkstoffkundliche Vorschläge. Sie entheben den Anwender nicht der Beachtung von weiteren konstruktiven Gesichtspunkten, die beim Bau von betriebsfertigen Kupplungen für jeden Einzelfall besonders gelagert sein können. Wir sind gern bereit, Ihnen bei der Konstruktion behilflich zu sein.


Hinweise für die Anwendung und den Einbau von Zentraldrehkupplungen


Drehbewegungsübertragung aus dem Naß- in den Trockenraum bei Flüssigkeits- und Gaszählern. Auf Grund hoher Steifigkeit können Kleinwinkelbewegungen aus abgeschlossenen Räumen auf Zeigerinstrumente übertragen werden. Anwendung: wartungsfreie Pumpen, Vakuumtechnik, Kompressorenbau u.v.a.m.

Die meisten Anordnungen bedingen eine Abgrenzung zwischen Innen- und Außenraum durch einen rohr- oder topfförmigen, nicht magnetisierbaren Werkstoff. Dieser sollte zur Vermeidung von Wirbelströmen zudem elektrisch nicht leitend sein oder z.B. aus Kunststoff bestehen. Bei höheren Drücken verwende man austenitische Chrom-Nickelstähle mit hohem elektrischen Widerstand, z.B. REMANIT 1.4301. Bei höheren Drehzahlen muß für ausreichende Kühlung des metallischen Spalttopfes Sorge getragen werden. Um die entstehende Verlustleistung auszugleichen, wähle man die Antriebsleistung entsprechend höher aus.

Werden Zentraldrehkupplungen aus HF 8/22 ohne Eisenfassung eingesetzt, so verringern sich die angegebenen Drehmomente und die Steifigkeit um ca. 10%. HF-Werkstoffe sind weitgehend gegen Chemikalien beständig. In Sonderfällen ist eine Kapselung durch nicht magnetisierbare Chrom-Nickelstähle und Kunststoffe möglich. Durch Aneinanderreihung von Einzelringen oder Systemen ist eine lineare Drehmomenterhöhung möglich, jedoch muß dann die Gesamteinheit komplett magnetisiert werden.

Temperaturverhalten der Magnete

Der Arbeitsbereich von HF-Kupplungen liegt zwischen –30°C und +100°C. Bei Erhöhen oder Erniedrigen der Betriebstemperatur nehmen die übertragbaren Drehmomente ab oder zu, und zwar linear um rund 4*10-3K-1 = 4%/10°C. Für SmCo –190°C bis +250°C, hierbei nehmen die Drehmomente um 0,8%/10°C ab oder zu. Die jeweilige Kupplung erreicht bei Raumtemperatur wieder ihre Ausgangswerte, da der Temperatureffekt reversibel ist. Für Temperaturen oberhalb von 250°C entwickeln wir auf Wunsch Spezialkupplungen aus AlNiCo. Derartige AlNiCo-Kupplungen können bis 400°C Dauertemperatur eingesetzt werden.


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Seminare

Magnetische Messtechnik - Geräte, Verfahren, Anwendungen

Serienmessung magnetischer Größen in der Produktion

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Vom 26.-28.06.2012 präsentieren sich ThyssenKrupp Magnettechnik und ThyssenKrupp Electrical Steel zusammen auf der CWIEME in Berlin.

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Projekte

ISETEC II - Innovative Seehafentechnologie

Im Rahmen des vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie geförderten Projektes ISETEC II entwickelt ThyssenKrupp Magnettechnik als Projektpartner ein neuartiges Magnetsystem (Magnet-Traverse) zur Optimierung des wasserseitigen Umschlags sowie der Handhabung von Stahlblechen bei Lagerung und Kommissionierung.